Einführung
Diese Seiten wurden inspiriert durch eine englischsprachige Website, die von Michael E. Melnichak, USA betreut wird. Ich bedanke mich bei Herrn Melnichak für die Erlaubnis, seine Seiten als Basis für diese Seiten benutzen zu dürfen. Die Originalseiten finden Sie hier 1919 - Krakow Issue of Poland.
Die Informationen zur Krakauer Ausgabe werden von mir laufend aus anderen Veröffentlichungen ergänzt. Ich nutze dazu u.a. die Originalausgabe des ersten und wohl umfassendsten Werkes zu den Krakauer Ausgaben von Prof. Stanislaus Mikstein: "Die ersten provisorischen Briefmarken Polens im ehemaligen österreichischen Teilgebiet", Verlag "Die Postmarke", 1933, verschiedene Veröffentlichungen  in der "Filatelistyka", insbesondere die Sonderausgabe 1997: Dr. Marian Zbigniew Ways: IDENTIFIKACJA  NADRUKOW ZNACZKOW WYDANIA KRAKOWSKIEGO Z 1919 R., u.a.m.
Weiterhin danke ich dem Experten des PZF und Vorsitzenden der ARGE Polen, Stefan Petriuk. Er stellt mir Originalmarken, Bogenrekonstruktionen, Fälschungen und anderes Material zur Verfügung und unterstützt mich fachlich.
Für Fragen und Ergänzungen stehe ich gern zur Verfügung. Senden Sie mir einfach eine eMail: Lenke@DAN-ONLINE.DE
Die Krakauer Ausgabe kann einen Sammler und philatelistischen Forscher in Ihren Bann ziehen. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, oder Interesse an einer gemeinsamen Dokumentation haben, melden Sie sich bitte.

Ihr
Michael Lenke
Die Krakauer Ausgabe von 1919
Im Januar 1919, verfügte die neu gebildete polnische Regierung, dass die damals aktuellen österreichischen Briefmarken, die für den postalischen Gebrauch in der Südhälfte des Landes gültig waren, zum 21.Januar ungültig wurden. Der verfügbare Bestand an österreichischen Briefmarken wurde mit einem "Poczta Polska" Überdruck überdruckt. 
Die im Postökonomat in Krakau befindlichen Restbestände der österreichischen Briefmarken der Ausgabe 1916 bis 1918 wurden schon am 2.1.1919, teils der Buchdruckerei Kozianski, teils der Steindruckerei Zielinski in Krakau übergeben, um mit einem polnischen Aufdruck versehen zu werden. In der Druckerei Kozianski wurde der Aufdruck in Buchdruck, in der Druckerei Zielinski in Steindruck ausgeführt. Als Überwachungsorgan und Leiter des Überdruckverfahrens wurde der Postkommissär J.Walcher bestimmt.
Diese überdruckten Marken waren ab dem 21.Januar die allein gültigen Marken. Die Mengen der österreichischen Briefmarken die überdruckt wurden, waren gering und unterschiedlich. Innerhalb von vier Monaten waren verschiedene Qualitäten von Fälschungen auf dem philatelistischen Markt verfügbar. 1927 - nach acht Jahren - äußerte ein Experte die Meinung, dass wahrscheinlich mindestens 60% der gängigen und mindestens 90% der selteneren Überdrucke gefälscht seinen.
Im Jahre 1933 schrieb Stanislaus Mikstein eine Abhandlung über den Hintergrund dieser Ausgabe und die Methoden zur Authentifizierung der Überdrucke. Soweit bekannt ist, sind seine Methoden die bis heute akzeptierten Mittel zur Authentifizierung der Überdrucke.
Die Überdrucke wurden entweder im Buchdruck(Typografie) oder im Steindruck(Lithografie) hergestellt. Beim Buchdruck besteht der Aufdruck aus drei Teilen: dem Wort POCZTA, einem Rhombus, und dem Wort POLSKA. Der Buchdruck wurden für das Überdrucken von Bögen zu je 100 Marken (10x10) benutzt. Beim Steindruck besteht der Überdruck ebenfalls aus drei Teilen: dem Wort POCZTA, einem Ornament, und dem Wort POLSKA. Der Steindruck wurde für das Überdrucken von Bögen zu je 100 Marken (10x10) oder Blöcken von 25 Marken (5 x 5) benutzt. Im Folgenden sehen sie die beiden Überdruckformen.
Buchdruck(Typografie) Steindruck(Lithografie)
Der Verfasser des Originalartikels Michael E. Melnichak hat 1990 einen 42-seitigen Artikel über die Krakauer Ausgabe verfasst.
Dieser Artikel ist bei Bieniecki Int'l Inc. erhältlich.

Der Autor Michael E. Melnichak ist unter mikemelni@verizon.net erreichbar.

© 2006 ARGE-POLEN Stand: 28.9.2006